Mastenfrei, jetzt gilt’s

Mit Zuversicht schaut der Vorstand der Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein e.V. auf das kommende Jahr 2020. In einem Rundschreiben ließ er dies die Vereinsmitglieder zum Jahresende wissen und verwies dabei auf die umfangreichen Aktivitäten im letzten Jahr. So wolle man Bundeswirtschaftsminister Altmaier auch an seinen Worten messen: „In Niedernhausen ist die Leitungsführung nicht mehr zeitgemäß, wir müssen das ändern“ (Niedernhausen 08.02.2019).

Im Februar reisten einige Vereinsmitglieder nach Berlin und hatten dort die Möglichkeit, mit Vertretern aller Parteien im Energieausschuss, die Problematik dieser Region beim Ultranet-Projekt anzusprechen und auf Änderungsvorschläge bei der Novellierung des Energieausbaugesetzes (NABEG) erfolgreich zu drängen. In einigen Punkten wurde bei der Gesetzesformulierung, wenn auch entsprechend weich formuliert, auf Änderungswünsche der BI eingegangen.

Nach Fachgesprächen mit der Vorhabenträgerin Amprion und der Bundesnetzagentur hat die BI eine, mittlerweile Variante D3 genannte, Alternativtrasse ausgearbeitet, die im August 2019 durch einen Beschluss der Gemeindevertreterversammlung Niedernhausen einstimmig verabschiedet und auch vom RTK und vom hessischen Wirtschaftsministerium aufgegriffen wurde.

Auf Druck der BI Niedernhausen.Eppstein e.V. hat die BNetzA Anfang Oktober noch einmal einen Sondertermin zur Durchsprache dieser Variante D3 gemeinsam mit Bürgermeister Reimann, Vertretern des hessischen Wirtschaftsministeriums und Vertretern der BI zu einer ausführlichen Durchsprache des Verschwenkungsvorschlags für Niedernhausen einberufen. Bei diesem Termin in Bonn hat die BNetzA ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass sie beabsichtigt, die von den Kommunen und vom Land Hessen eingeforderte raumplanerische Verantwortung für Verschwenkungen zu berücksichtigen und wahrzunehmen. Die BNetzA hat dabei klar zu erkennen gegeben, dass eine Mitverschwenkung der neben Ultranet laufenden Trassen ein weiteres schlagendes Argument für eine Alternativtrasse wäre. Dabei wurden auch die raumplanerischen Ziele der Gemeindeentwicklung einschließlich einer sinnvollen Verlegung des Umspannwerks aus dem Ortsgebiet gegenüber der BNetzA und der Landesregierung angesprochen.

Das hessische Wirtschaftsministerium bindet inzwischen die wichtigsten Träger öffentlicher Belange einschließlich der Netzbetreiber so in eine Vorplanung ein, dass für die Verschwenkungen aller Leitungen und als Vorbereitung für eine positive Entscheidung der BNetzA die genehmigungsrechtliche Machbarkeit bereits jetzt im Vorfeld grundsätzlich geprüft werden kann.

Am 17.Feb. um 19.00 veranstaltet die Bürgerinitiative in der Autalhalle das 8. Ultranet-Forum, um über den Stand und die weiteren Aktivitäten für eine Verschwenkung der Leitungen zu informieren. Mit dabei sein werden die Bürgermeister von Niedernhausen und Eppstein, sowie Vertreter von MTK und RTK.

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