Kommentar zum Aufruf der BI Niedernhausen.Eppstein e.V. zum Einspruch gegen Abschnitt E

Die BI Niedernhausen.Eppstein e.V. möchte mit einem Einspruch ihrer Mitglieder gegen den Abschnitt E ganz gezielt auf die weiterhin ignorante Haltung der Vorhabenträgerin gegen die berechtigten Wünsche der Länder, Kommunen und Bürger zu einer ergebnisoffenen Fachplanung hinweisen. Auch in den neuen Antragsunterlagen vermisst man den offenen Dialog zwischen Bürgern und Amprion zur Optimierung der Korridor-Planung.

Es wird wieder , wie in den Abschnitten davor, nicht nur der Korridor der bestehenden Trasse sondern , obwohl der Gesetzgeber gerade die Fachplanung als offene Planung vorgesehen hatte, sogar schon die Bestandstrasse mit verkürzten Argumenten und unzureichenden alternativen Korridor-Betrachtungen klar bevorzugt.

Der Umweltbericht wird für die Bestandtrasse systematisch zu gut dargestellt und die Argumente für die Bestandstrasse viel zu positiv betrachtet, während Alternativen gar nicht oder von vornherein sehr negativ bewertet werden.

Das Schutzgut Mensch wird konsequent vernachlässigt.

Die Gesundheitsgefahren für Anwohner und Bürger werden auch für den Abschnitt E klein geredet und Berechnungen und Abschätzungen unzulässig vereinfacht.

Der notwendige Forschungsbedarf und die offenen Fragen der Wissenschaft , sowie die fehlenden bzw. zu hohen Grenzwerte der gesetzlichen Vorschriften (z.B. BImSchG) werden nicht nach einem verantwortungsvollen Vorsorgeprinzip mit ausreichenden Sicherheitszuschlägen versehen. Dies macht der BI Niedernhausen.Eppstein e.V. auch für den eigenen Planungsabschnitt weiterhin große Sorgen, weil es die fehlende Einsicht der Vorhabenträgerin zeigt und das Schlimmste befürchten lässt.

Verantwortungsvolles Handeln eines Netzbetreibers sähe gerade im Punkt Gesundheitsschutz anders aus. Amprion fällt in die schon bisher bekannten, unzulänglichen Strukturen zurück. Die langen Diskussionen und die Empfehlungen des Bundeswirtschaftsministeriums und von Wirtschaftsminister Altmaier zu Verschwenkungen zum Schutz der Bürger werden ignoriert.

Aus Sicht der BI Niedernhausen.Eppstein e.V. wird der Dialog zwischen der Vorhabenträgerin, der BNA und den Bürgern in den Antragsunterlagen weiterhin nicht gewürdigt.

Der mit viel Engagement von der BI Niedernhausen.Eppstein e.V. erarbeitete Weg, den Dialog zwischen Land, Kommunen und Bürgern zu fördern und so einen optimierten Korridor für alle zu erhalten wird weiterhin nicht verfolgt und die Vorhabenträgerin setzt ihre unzulässig verkürzte Fachplanung weiter fort wie bisher.

Verschwenkungen zum Schutz der Bürger, die in einem offenen Dialog zwischen Land, Kommunen und Bürger erarbeitet wurden, sind in den neuen Antragsunterlagen in erschreckender Weise wieder
nicht erkennbar.

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