Ultranet – Einwendungen für mastenfreie Wohngebiete im Internet zugängig, Ultranet – Einspruchsfrist läuft bis 2.Nov.

Ultranet, die geplante Hochspannungsgleichstromtrasse geht in die heiße Phase der Genehmigung. Die Genehmigungsunterlagen des Energieversorgers Amprion sind seit dem 31.August in elektronischer Form von der Bundesnetzagentur (BNetzA) offengelegt. Die Einspruchsfrist endet am 2.Nov. 2020.

In ausführlichen Untersuchungen mit Hilfe von Umweltgutachtern und Rechtsanwälten hat die Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein e.V. , sowie alle betroffenen Kommunen und der Kreis die Unterlagen von Amprion geprüft und mussten dabei zu dem Ergebnis kommen, dass Amprion in vielen Punkten leider wieder eine fehlerhafte bzw. sogar falsche Bewertung der Verschwenkungen von Strommasten zum Schutz der Gesundheit der Bürger im Main Taunus Kreis und Rheingau Taunus Kreis durchgeführt hat. Es ist nicht nachvollziehbar, aber Amprion beurteilt noch immer die Bestandstrasse als beste Trasse mitten durch die Gemeinden und Wohngebiete! Es ist leicht in den offengelegten Texten zu erkennen, dass Amprion damit in erster Linie weitere Planungsarbeit sparen möchte, obwohl genau dies von allen Seiten zum Schutz der Bürger eingefordert wird.

Die Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein hat deshalb zu den Unterlagen von Amprion mit Rechtsanwälten und Umweltgutachtern Einwendungen für die Nachbeteiligung der Bürger ausgearbeitet, um die fehlerhafte Beurteilung von Amprion richtig zu stellen. Mit überarbeiteten Beurteilungen und Argumenten wird angeführt, dass mastenfreie Wohngebiete und die Verschwenkung der Ultranet Leitungen zum Schutz der Bürger notwendig ist. Die Einwendungen für an, dass alle Masten einschließlich des Umspannwerks sollen aus den Wohngebieten heraus verlegt werden. In einigen Gemeinden, z.B. in Niedernhausen gibt es inzwischen sogar einen Beschluss über die Nutzung der freiwerdenden Flächen der Leitungen als zukünftige Wohngebiete.

Die Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein e.V. ruft nun alle Bürger auf, diese Einwendungen der Kommunen und der BI Niedernhausen.Eppstein zu unterstützen und wieder ihren persönlichen Einwand für mastenfreie Wohngebiete bei der Bundesnetzagentur abzugeben.

Damit die Einwände für jeden Bürger einfach zu erstellen sind hat die Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein e.V. für Bürger aus Niedernhausen, Eppstein und Hofheim nun wieder den automatischen Einwandkonfigurator mit den wichtigsten Einwänden freigeschaltet. Dieser Einwandkonfigurator kann im Internet unter der Adresse

https://www.Ultranet-Einspruch.de

gefunden bzw. über die Homepage der Bürgerinitiative http://verein.kein-ultranet.de aufgerufen werden.

Die Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein e.V. ermutigt alle Bürger, diese Chance zu nutzen, und der Bundesnetzagentur zu zeigen, wie wichtig eine Verschwenkung von Ultranet und allen anderen Starkstromleitungen aus den Wohngebieten ist, bevor es zu spät ist. Dabei kann im Konfigurator auch die Verlagerung des Umspannwerks aus der Ortsmitte Niedernhausen gefordert werden. In wenigen Minuten können die Einwendungen an die BNetzA konfiguriert und versendet werden. Der Einwender bekommt eine Kopie seines Einwands über E-Mail zugeschickt, nachdem er seinen Einwand über einen zugesandten Link bestätigt hat.

Im Sommer 2018 hatten schon insgesamt 3.405 Personen in der damals laufenden Erörterungsphase den von der Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein entwickelten Einwandkonfigurator genutzt und so ihre Einwendungen und Empfehlungen für mastenfreie Wohngebiete bei der Bundesnetzagentur erstellen und einreichen können.

Diese Welle von Einwänden hatte auch zur Folge, dass Bundeswirtschaftsminister Altmaier im Februar 2019 im Rahmen seiner Netzausbaureise Niedernhausen besuchte, um sich persönlich ein Bild zu machen, und feststellte, dass die Situation z.B. in Niedernhausen nicht mehr zeitgemäß sei, und dass sich hier etwas ändern müsse. Inzwischen hat auch die Landesplanung Hessen im Wirtschaftsministerium und die Gruppe Netzausbau den Ball aufgenommen und unterstützt aktiv die Verschwenkungen um die Wohngebiete. Auch Ministerpräsident Bouffier hat sich bereits bei der Bundesnetzagentur (BNetzA), die für die Genehmigung zuständig ist, für Verschwenkungen aus dem Siedlungsgebiet eingesetzt.

Die zahlreichen Einwendungen und Unterstützungen von der Landes- und Kommunalpolitik veranlassten 2018 die BNetzA, die Vorhabenträgerin Amprion aufzufordern, die eingereichten Vorschläge und Einwendungen zu berücksichtigen und alternative Leitungsführungen zu untersuchen. Die neuen Ausarbeitungen von Amprion waren im August 2020 fertiggestellt und die BNetzA hat nun tatsächlich diese Verschwenkungen von Ultranet nicht nur um Niedernhausen, sondern auch um Eppstein und Hofheim, Idstein und Hünstetten veröffentlich und die Bürger, die Kommunen und das Land Hessen erneut zu einer Kommentierung und Nachbeteiligung aufgefordert.

Die Bürgerinitiative Niedernhausen.Eppstein ruft alle Bürger auf, lassen Sie uns für eine bessere Wohn- und Lebenskultur eintreten – Wohngebiete sollen mastenfrei werden!

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