Ultranet Fassenacht 2021 (uff hessisch)

Sieht man unser‘n Wirtschaftsminister hier genüsslich sei‘ ultragroße‘ Datteln esse‘,
do schittelst‘ nur de Kopp und fragst: Hat der denn Ultranet und Datteln in NRW vergesse‘?

In Datteln, so hat’s die Amprion 2012 mit Akribie an vielen Tagen gerechnet und getest‘,
stellte sie, rund um die Uhr, das ist nicht geloge, 49 dB(A) als dauerhaften Stromlärm fest!

Den Stromlärm hat die Amprion einfach klaa geredt‘ und niedrigere Werte dreist beschossen –
wir im Idstaaner Land und aach die anneren an der Trass‘ haben keinen Bock mehr auf solche Possen!

Es ännert nichts: Des was ihr da baut, is‘ völlig unzulässig und viel zu laut:
49 Dezibel dricke uns alls uff‘s Gehör – des zu kapiere is‘ doch net so schwer.

Zu dem ganzen Lärm hinzu kommt noch die Strahlung, die magnetische –
die tut, so sagt es das BfS, die Kinner hier aach noch zusätzlich schedige.

Kei‘ Angst: Wir wisse aach – de ganze Strom muss von Nord nach Süd –
aber um Himmels willen doch nicht mitten durch unser Wohngebiet!

Die CDU-Bürgermeister und -Minister in Stadt und Land – kämpfen gegen Ultranet, des is‘ bekannt.
Nur in Berlin, Bonn und in Düsseldorf am Rhein, da red‘t die CDU sich die Probleme klein:

Da wird sogar der Bundesrat düpiert, indem Altmaier die Beschlussvorlage 570/20 ignoriert –
und der Feicht ganz beflisse hat schnell die Vorlag‘ vom Bundesrat zerrisse‘.

Beim Durchboxe‘ von Trassen ist das neue NABEG stets Mittel zum Zweck –
unser‘ Gesundheit interessiert Euch dabei einfach nur einen Feicht(en) Dreck.

Euer‘ Gesetzes-Novelle, die Drucksach‘ 19/23491 wird so nur ein Rohrkrepierer –
und macht für Euch alle die Sach‘ noch sehr viel schwieriger.

Aber, ihr hohe Beamte und Minister, die ihr euch versteckt hinter große‘ Gesetzesregister –
wegen „Planrechtfertigung“, tut ihr denke, bräucht‘ man keine Trasse mehr zu verschwenke‘.

Bei der Planrechtfertigung geht‘s aber um Bedarf und nicht um Verlauf – schickt Euer‘ Juristen am besten nochmal zur Uni zuhauf.

Ihr all habt geschworen, Euer‘ Amtspflichten zu bewahren. Nichts davon, das muss ich sagen, –
habt ihr kapiert – da wird lieber die Amprion ausgiebig hofiert.

Euer närrisch‘ Theater habbe wir wirklich satt – dabei wär‘ die Lösung so einfach – ich sag’s mal platt:

„Verkaaft“ nicht weiter Staatsaufgaben an die Privaten, die damit machen nur ihr‘n Profit –
und nehmt das Kuscheleck der BNetzA qua Gesetz oder Verordnung gleich mit.

Ihr Koryphäen von der BNetzA gebt fein acht, was das Gesetz Euch zur Aufgab‘ hat gemacht:
Im Paragrafe‘ 5 (1) vom NABEG steht des schon immer –
die Bundesnetzagentur aus Bonn ist der alleinige Korridorbestimmer.

Wenn Ihr das macht ganz selbstbewusst und frei und sogar Amprion’s Wünsche wär‘n Euch einerlei –
und tut Ihr die Schutzgüter Mensch und Gesundheit net vergesse‘ –
dann wird das was mit der Trass‘ in Nordrhein-Westfalen und in Hesse‘.

Nennen wir also Ross und Reiter: Die BNetzA bestimmt, die Amprion baut – nur so geht’s weiter.
Eine vernünftig‘ Trass‘ kennt Ihr schon lang und ausgiebig. Sie zu bauen, ist doch nicht so schwierig.

Habt Ihr das mal endlich gerafft, dann helfen wir Bürger gern‘ mit ganzer Kraft –
beim Plane‘, Baue‘, Messe‘ – und das Beste: Der Altmaier kann weiter in Ruhe sei‘ Datteln esse‘.

Helau!

(15.2.21/Hans Hilbert, Niedernhausen)

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